Parkprobleme in den „Wohngebieten“

Immer wieder tragen Bürgerinnen und Bürger die Forderung an uns heran, „Macht endlich was gegen die LKW und Kleintransporter in Wohngebieten“.

  • von  Red Steinb
    07.03.2014
  • Verkehr und Stadtplanung, Süd_Planung-Grün, Süd_Leben-Arbeiten, Südstadt_Kommunalwahl

Wir beschäftigen uns seit Jahren mit dem Problem der Parkraumbewirtschaftung. Leider haben wir die Lösung, welche allen gerecht wird, noch nicht gefunden. Die gesetzlichen Regelungen geben ein einfaches und generelles Verbot des Parkens solcher Fahrzeuge nicht her.
Ein Problem ergibt sich hier aus der Formulierung "reines Wohngebiet". Damit kleines Gewerbe und Einzelhandel in der Südstadt bleiben können, sind die meisten Bereiche als sogenannte "Mischgebiete" definiert, in denen das Abstellen durchaus erlaubt ist.

Fakt ist auch - es gibt zu wenig Fläche in der Südstadt, um neben Wohnen, Grün- und Spielflächen sowie Gewerbe und Handelsflächen Parkraum für alle(s) und jede/n zu schaffen.
Dazu kommt, dass gerade die Zustelldienste ihren Fahrern zunehmend anbieten, das Fahrzeug auch für die Fahrt nach Hause zu benutzen. Das ist für die meist nicht gerade gut bezahlten Arbeitnehmer durchaus ein verlockendes Angebot.
Auch der Versuch, mit einem Kleintransporter als selbständiger "Transportunternehmer" der Arbeitslosigkeit zu entkommen, ist relativ häufig zu beobachten.Mit einem gewissen Recht weisen diese die Nachbarn darauf hin, dass ein Privatauto doch auch einen Parkplatz benötigen würde.

Als einen ersten Schritt zur Verbesserung der Lage würden wir eine bessere Kontrolle der Parkaktivitäten aller Verkehrsteilnehmer anstreben.
So ist es im Bereich einer Kreuzung oder einer schwer einsehbaren Einmündung nicht akzeptabel, wenn dort Fahrzeuge stehen, erst recht nicht bei Transportern.
Wir werden mit der kommunalen Verkehrsüberwachung sowie dem Stadtteilbeamten der Polizei Kontakt aufnehmen, damit sich besonders in diesem Gefahrenpunkt etwas tut.